4. Fokusgruppentreffen der Gruppe 2 „Sharing und kooperative Dienstleistungsnetzwerke“


Das vierte Treffen der Fokusgruppe 2 „Sharing und kooperative Dienstleistungsnetzwerke“ fand im House of Logistics and Mobility in Frankfurt/Main statt. Gastgeber war diesmal das Projekt DieMoRheinMain. Das Thema des Treffens war ein Austausch der Projekte über ihren Status Quo sowie die Produktisierung ihrer Projektergebnisse als Thema des Workshops am Nachmittag. Nach einer Begrüßung durch Elena Herrmann stellte Frau Stryja das Programm vor und führte durch die Agenda des Tages. Als nächstes stellten sich die Verbundprojekte mit ihrem aktuellen Arbeitsstand im Rahmen von 15-minütigen Kurzpräsentationen mit 5-minütiger anschließender Diskussion vor.

Teilnehmer/innen des 4. Arbeitstreffens der Fokusgruppe "Sharing und kooperative Dienstleistungsnetzwerke für die Elektromobilität"

Teilnehmer/innen des 4. Arbeitstreffens der Fokusgruppe “Sharing und kooperative Dienstleistungsnetzwerke für die Elektromobilität”

Herr Kühl stellte für DELFIN das Geschäftsmodell-Bewertungsframework sowie das methodische Vorgehen innerhalb des Arbeitspakets vor. Er beschrieb den aktuellen Stand des Atlas und ging auf Rückfragen zu den Themen Schnittstellen zwischen dem Atlas und anderen Projekten sowie zur Charakterisierung von IT-Konzepten ein. Anschließend präsentierte Frau Herrmann das Projekt DieMoRheinMain. Ein besonderer Fokus der Präsentation lag auf AP 2 in dem es um Anwendungsfälle und Einzeldienstleistungen geht. Konkret sind dies die Entwicklung von eMobilitätsstationen, ein geplanter intermodaler Tarif, ein Vollkostenrechner der aktuell entwickelt wird. Sie ging u.a. auch kurz auf die Wissensplattform ein, die im Rahmen von DieMoRheinMain geplant ist und auf das Konzept des Mietertickets. Frau Moser und Frau Selzer stellten im Anschluss den aktuellen Stand des Projekts BeEmobil vor und gingen dabei auf alle Arbeitspakete detailliert ein. Sie berichteten von ihrer Umfrage und den Hemmnissen, die sie im Rahmen der Interviews und einer repräsentative Umfrage mit Nutzern und Flottenbetrieben erheben konnten. Als Teil eines weiteren AP in BeEmobil haben sie zwei Elektromobilitätsdienstleistungen vorgestellt, die mit BMW im Projekt selbst entwickelt wurden. Herr Daub vom Projekt REMONET stellte anschließend kurz das Gesamtprojekt mit seinen vier Teilprojekten ECarPool (Fuhrparkumstellung), RESTRO (Regionale Stromtankstellen), EMOCAS (Emobile Carsharing-Systeme), KOREMO (Kompetenzzentrum E-Mobilität) vor und ging dann näher auf das Emobile Carsharing System ein. Im Anschluss stellten Herr Kollwitz und Herr Daiberl das Konzept von CODIFeY und die damit verbundennen Aspekte des Wissensaufbaus, der Service Innovation und der Community Analytics vor. Sie zeigten das Beispiel des Innovationsprozesses einer Bezahlapp fürs Laden sowie Ausschnitte der Plattform „eMobilisten.de“. Als Vertreter von Crowdstrom präsentierte Herr Matzner im Anschluss kurz die teilnehmenden Partner (Stadtwerke Münster, TÜV Süd, WWUN und Universität Duisburg Essen) und ging dann auf das Konzept von Crowdstrom ein. Herr Löchte stellte danach u.a. Ergebnisse der Online Kundenbefragung 2014 und den Protoyp der Crowdstrom-Plattform vor. Als letztes Projekt stellte Herr Hawig das KIE-Lab vor, indem er die Ergebnisse der im Projekt durchgeführten Umfrage beschrieb und den Prototypen der Ideenplattform zur Unterstützung kundenintegrativer Dienstleistungsentwicklung „coalli.com“ vorstellte.

Workshop am Nachmittag

Workshop am Nachmittag

Im anschließenden Workshop am Nachmittag wurden in der Gruppe zunächst acht relevante Zielgruppen für den Ergebnistransfer der Verbundprojekte identifiziert: Projektträger, Bürger, Gewerblicher Nutzer, Industrievertreter, Politiker, Wissenschaftler, Kommunale Verwaltung, eigene Institution (des Projekts). Anschließend regte Frau Stryja die Teilnehmer durch die Anwendung der PERSONA-Methode an, sich zunächst über die Bedürfnisse dieser Zielgruppen klar zu werden. Dafür wurden vier Gruppen gebildet wobei jede Gruppe die Aufgabe hatte, für zwei Zielgruppen je eine Persona zu konstruieren. Wichtig war hierbei, auf die Persönlichkeit der Persona einzugehen, ihre Lebensumstände, ihre Verhaltens- und Denkweisen und ihre Erwartungen im Leben möglichst anschaulich zu schildern um ein Gefühl für sie zu entwickeln. Jede Person wurde danach im Plenum kurz vorgestellt. Anschließend hatten die Teilnehmer die Aufgabe, sich zu überlegen, über welche Kanäle und durch welche Botschaften diese Personen am besten zu erreichen wären um daraus später konkrete Vermarktungsprodukte für jede Zielgruppe zu entwickeln.

Die Ergebnisse des Workshops bieten den Projekten eine Inspirationsquelle für eigene Vermarktungsaktivitäten und haben das Bewusstsein für die Bedürfnisse der sonst meist abstrakten Begriffe der Zielgruppen geschärft.

 

Ansprechpartnerin: Carola Stryja, carola.stryja@kit.edu, Karlsruher Institut für Technologie