Dienstleistungsforschung für Elektromobilität: Neue Ergebnisse bei DELFIN-Konsortialtreffen in Aachen vorgestellt


Am 20. Oktober 2015 fand ein Konsortialtreffen des Begleitforschungsprojekts DELFIN im Förderschwerpunkt „Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität“ statt. Die am Projekt beteiligten Forscher/innen des Karlsruhe Service Research Institute (KSRI), des FIR an der RWTH Aachen (Gastgeber) und des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO trafen sich, um sich über die Projektfortschritte und aktuelle Herausforderungen zu Elektromobilität auszutauschen. Worüber diskutiert wurde, was die Ergebnisse sind und wer mit dabei war, erfahren Sie in diesem Bericht.

 

Teilnehmer/innen des DELFIN-Konsortialtreffens am 20.10.15 in Aachen

Teilnehmer/innen des DELFIN-Konsortialtreffens am 20.10.15 am FIR in Aachen. V. l. n. r.: Carola Stryja und Peter Hottum (KSRI), Dominik Kolz (FIR), Sabrina Lamberth-Cocca (Fraunhofer IAO), Marcel Schwartz (FIR)*

DELFIN als Begleitprojekt: Forschung bündeln und Ergebnisse integrieren

Das Projekt DELFIN stellt in der Funktion als Begleitforschung die Vernetzung von 14 im Förderschwerpunkt forschenden Verbundprojekte sicher und unterstützt die Integration von Ergebnissen. Eine wichtige Funktion ist die Betreuung von drei Fokusgruppen, die sich jeweils eigenen projektübergreifenden Fragestellungen im Bereich Elektromobilität widmen. Diese wurden vom DELFIN-Konsortium 2014/2015 initiiert und treffen sich in regelmäßigen Arbeitstreffen, um Projektergebnisse auszutauschen und zusätzliche Lerneffekte zu erzielen. Im Rahmen des Konsortialtreffens unterzogen die Projektmitglieder die Fokusgruppenarbeit einer Retrospektive und planten die nächsten Schritte. Das Konsortium lobte das Engagement der Fokusgruppensprecher und -mitglieder sowie die Arbeitsfortschritte aller drei Gruppen. Für die nächste Phase stehen der Austausch zu und die Entwicklung von Lösungsansätzen für drei neu definierte Handlungsfelder im Mittelpunkt: Nutzerakzeptanz, Energiespeicher und intermodaler Verkehr.

 

Aktuelle Informationen zu den Fokusgruppen:

 

DELFIN als Forschungs- und Entwicklungsprojekt: Die Verbreitung von Elektromobilität proaktiv unterstützen

Das DELFIN-Konsortium entwickelt wissenschaftlich fundierte Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Bereich Elektromobilität und stellt diese der Praxis zur Verfügung. Die drei beteiligten Institute, KSRI, FIR und Fraunhofer IAO, widmen sich jeweils eigenen zentralen Themenbereichen zu Dienstleistungen und Elektromobilität:

 

Im Rahmen des Konsortialtreffens präsentierten die Konsortialpartner Zwischenergebnisse aus ihren Teilprojekten.

Das FIR zeigte den aktuellen Stand eines umfänglichen Demonstrators, in dem internationale Aktivitäten zu Elektromobilität anschaulich dargestellt sind. Der Demonstrator wird demnächst veröffentlicht. Darüber hinaus präsentierte das Institut erstmals ein Tool, das Aufschlüsse über Kooperationen zwischen unterschiedlichen Elektromobilitätsakteuren gibt und Potenziale aufzeigt. Das FIR kündigte zudem eine Veröffentlichung der Fallstudie zu Elektromobilität in Aachen und Amsterdam sowie eine weitere zum Studentenwettbewerb mit dem Thema „Entwickle Dein Konzept für Dienstleistungen zu Car-to-Cloud-Anwendungen im B2C- und B2B-Kontext“ (Partner: StreetScooter) an.

Das KSRI gab Einblicke in den aktuellen Stand des „e-mobility-atlas“. Dabei handelt es sich um eine Datenbank für öffentlich geförderte und von Privatunternehmen durchgeführte Elektromobilitätsprojekte in Deutschland. Der Atlas befindet sich am Ende der Closed-Beta-Phase und wird in den kommenden Wochen öffentlich bereitgestellt. Anschließend können eingetragene Projekte die bereitgestellten Informationen bearbeiten und durch weitere Angaben ergänzen. Noch nicht enthaltene Projekte können sich eine Eintragung in die Datenbank freischalten lassen. Der Atlas wird browserbasiert verfügbar gemacht und ist mit verschiedenen Suchfunktionen ausgestattet.

Das Fraunhofer IAO präsentierte eine weiterentwickelte Version des Service-Engineering-Referenzmodells für die Entwicklung nutzerfreundlicher Elektromobilitätsdienstleistungen. Ziel des Modells ist eine Unterstützung von Unternehmen durch die Bereitstellung eines Leitfadens, der Schritt für Schritt durch den Entwicklungsprozess führt. Inhalt des geplanten Leitfadens sind Handlungsempfehlungen zur Kunden- bzw. Nutzerintegration, ein Konfigurationsmechanismus zur Anpassung der Vorgehensweise an spezifische Elektromobilitätsbereiche bzw. Entwicklungskontexte, ein agiles Vorgehensmodell mit Fokus auf Service Prototyping und Testen, Handlungsempfehlungen für die Organisation der Entwicklung (u. a. Rollenmodelle), eine Auswahl an Methoden und Tools zur Unterstützung der Entwicklung sowie anschauliche Beispiele aus der Elektromobilitätspraxis zur anschaulichen Erläuterung der Vorgehensweise. Eine für 2016 geplante Breitenerhebung dient der Ergänzung des Referenzmodells um weitere Anforderungen aus der Unternehmenspraxis.

Die Ergebnisse werden unter „Aktuelles“ und twitter.com/emobility_serv mit Erscheinen veröffentlicht. Weitere Informationen zu den Teilprojekten und Fokusgruppen erhalten Sie bei den jeweiligen Ansprechpartner/innen: