Elektromobilität und Rettungsdienst: SafetE-car-Projekt befragt mehrere hundert Sanitäter, Notärzte und Feuerwehrleute zu Einsätzen bei Elektroautounfällen


Verbundprojekt SafetE-carWie oft hören wir in unserem Alltag dieses typische Quietschen von Autoreifen, die einmal mehr gerade noch anhalten konnten oder gerade noch die Kurve bekamen?

Gelegentlich folgt diesem ersten noch ein zweites Geräusch in Form eines lauten Knalls. Es ist davon auszugehen, dass technische Assistenten, die Autofahrern unter die Arme greifen, sie noch seltener machen werden, aber es wird sie immer geben – Situationen, in denen ein Abschlepp- oder gar Rettungswagen zu Hilfe eilen muss.

Das Projekt „SafetE-car“ stellt sich die Aufgabe, Rettungs- und Pannendienstleister fit für den Einsatz rund ums Elektroauto – sprich fit für die Zukunft zu machen. Schließlich stellen die veränderten technischen Gegebenheiten für viele noch eine große Unbekannte in Bezug auf den korrekten Umgang mit dem Fahrzeug im Schadensfall dar.

Daher werden im Rahmen des Projekts alle an einem solchen Einsatz beteiligten Personengruppen – das heißt Fahrzeughalter, Rettungskräfte und Pannendienstleister – befragt.

Präsentation der neuen Reanimationsrichtlinien am 15. Oktober 2015

Präsentation der neuen Reanimationsrichtlinien am 15. Oktober 2015

So ist es für die Entwicklung neuer Vorgehensweisen von Notärzten und Sanitätern entscheidend zu wissen,

  • wie der aktuelle Stand der Verletztenversorgung ist und wie dieser derzeit umgesetzt wird,
  • welche Erfahrungen bereits mit Elektrofahrzeugen in Unfallsituationen gemacht wurden und vor allem,
  • wo die Befragten neue Gefahren für sich oder den Patienten vermuten.

Eine am 15. Oktober stattgefundene Präsentation der neuen Reanimationsrichtlinien stellte die ideale Gelegenheit dar, um einen ersten Schritt zur Beantwortung der oben gestellten Fragen zu unternehmen.

Die vom AIXTRA-Trainingszentrum Aachen, dem DRK Mittelhessen und dem Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen durchgeführte Untersuchung wurde bei Beginn der Veranstaltung den rund vierhundert Anwesenden – darunter Sanitäter, Notärzte, Feuerwehrleute und Rettungsleitstellenmitarbeiter – präsentiert.

... inkl. Präsentation des Projekts SafetE-car zu aktuellen Befragungsergebnissen

… inkl. Präsentation des Projekts SafetE-car zu aktuellen Befragungsergebnissen

Wie groß das Interesse der Rettungskräfte an dem Thema Elektromobilität ist, zeigten die angeregten Diskussionen am Ende der Veranstaltung sowie eine hohe Rücklaufquote vollständig ausgefüllter Fragebögen.

Um regionale Unterschiede zu erfassen und Zahlen zu erhalten die dem wissenschaftlichen Anspruch des Projekts genügen, bedarf es im nächsten Schritt einer deutschlandweiten Befragung. Diese wird bereits in Kürze starten.

Link zum Internetauftritt des Projekts:
http://SafetE-car.de

Autor:
Dr. med. univ. Ferdinand Hubmann

 

 

Rund 400 Zuhörer waren bei der Präsentation der SafetE-car-Befragungsergebnisse anwesend, darunter Sanitäter, Notärzte, Feuerwehrleute und Rettungsleitstellenmitarbeiter

Rund 400 Zuhörer waren bei der Präsentation der SafetE-car-Befragungsergebnisse anwesend, darunter Sanitäter, Notärzte, Feuerwehrleute und Rettungsleitstellenmitarbeiter