Fokusgruppentreffen beim DRK Rettungsdienst Mittelhessen in Marburg


Teilnehmer/innen v. l. n. r.: Carsten Hauser (DRK Bildungszentrum Mittelhessen), Sabrina Lamberth-Cocca (Fraunhofer IAO), Daniela Kirsch (Fraunhofer IML), Markus Monhof (ERCIS, WWU Münster), Christoph Hindersmann (P3 Energy), Stefan Hilger (VDV Akademie)

Teilnehmer/innen v. l. n. r.: Carsten Hauser (DRK Bildungszentrum Mittelhessen), Sabrina Lamberth-Cocca (Fraunhofer IAO), Daniela Kirsch (Fraunhofer IML), Markus Monhof (ERCIS, WWU Münster), Christoph Hindersmann (P3 Energy), Stefan Hilger (VDV Akademie)

Am 22. April 2016 trafen sich Vertreter der Forschungsprojekte ProMobiE, GeNaLog, EOL-IS, SafetE-car und DELFIN für das vierte Arbeitstreffen der Fokusgruppe „Geschäftsprozess- und Kompetenzentwicklung für Elektromobilitätsdienstleistungen“ in der Universitätsstadt Marburg. Gastgeber war der Rettungsdienst Mittelhessen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), vertreten durch Carsten Hauser und das Projekt SafetE-car.

Impressionen: Workshop zur Methode Customer Journey / Emotional Journey Map

Impression: Workshop zur Methode Customer Journey / Emotional Journey Map

Im Mittelpunkt des Treffens stand der Erfahrungsaustausch zu Ergebnissen aus den Projektarbeiten sowie ein Workshop, im Rahmen derer die Methode „Customer Journey“ bzw. „Emotional Journey Map“ erarbeitet und angewendet wurde. Mit dieser Methode ist es möglich, sich in Kunden bzw. Nutzer („Zielgruppe“) von Dienstleistungen hineinzuversetzen, indem Dienstleistungsentwickler Erlebnisse von Kunden in Interaktionen entlang eines Dienstleistungsprozesses erheben und diese beispielsweise als emotionale Kurve visualisieren. Auf Basis einer solchen Analyse ist es möglich, Gestaltungsansätze für ein gewünschtes Kundenerlebnis in Dienstleistungsprozessen zu identifizieren und Prozesse entsprechend kundenzentriert zu optimieren.

Impressionen: Workshop zur Methode Customer Journey / Emotional Journey Map

Impression: Workshop zur Methode Customer Journey / Emotional Journey Map

Vor Ort war es möglich, die Fahrzeugflotte des Rettungsdienstes DRK Mittelhessen zu besichtigen und sich über die Besonderheiten dieser lebenswichtigen Dienstleistungsart zu informieren. Was hat dies mit Elektromobilität zu tun? Das Projekt SafetE-car (www.safete-car.de), an dem der DRK Rettungsdienst Mittelhessen beteiligt ist, beschäftigt sich mit Rettungs- und Pannendienstleistungen im Zeitalter der Elektromobilität. Elektroautos „stehen unter Strom“ und stellen vor allem Rettungsdienstleister etwa bei einem Unfall vor besondere, mitunter sogar lebenskritische Herausforderungen. Diese beginnen bereits bei der Identifikation des Fahrzeugtyps, also vor der eigentlichen Bergung oder dem Abtransport betroffener Fahrzeuge. Rettungs- und Pannenhelfer müssen aufgrund von Gefahren wie tödliche Stromschläge, austretende Batteriesäure oder Batteriebrände entsprechend geschult werden. Allerdings fällt die Unterscheidung, ob es sich im Bergungsfall um ein elektrisch oder konventionell betriebenes Auto handelt, nicht immer leicht, insbesondere, wenn die Elektromodelle sich äußerlich nicht von konventionellen unterscheiden oder wenn diese durch einen schweren Unfall stark deformiert sind. Hierzu entwickelt das Projektkonsortium Schulungskonzepte und Handlungsempfehlungen für die Anpassung der Dienstleistungssysteme an die Anforderungen der Elektromobilität ­− und klärt relevante Akteure wie etwa Automobilhersteller über die Risiken im Rettungs- oder Pannenfall auf.

Impressionen: Workshop zur Methode Customer Journey / Emotional Journey Map

Impression: Workshop zur Methode Customer Journey / Emotional Journey Map

Die beim Treffen vertretenen Projekte GeNaLog, ProMobiE und SafetE-car sind bereits weit fortgeschritten und befinden sich inzwischen in der Umsetzungsphase. Über Ergebnisse wird über die jeweiligen Projektvertreter/innen sowie über www.elektromobilitaet-dienstleistungen.de informiert. Die Kontaktdaten der Ansprechpartner/innen finden Sie auf den jeweiligen Projektseiten in der Liste der Förderprojekte. Im Zuge des Treffens verabschiedete die Fokusgruppe ihren bisherigen Sprecher, Prof. Dr. Daniel Beverungen, der mit Wirkung zum 1. April 2016 auf den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Betriebliche Informationssysteme, an der Universität Paderborn berufen wurde und aufgrund seines neuen Aufgabenfeldes die Funktion als Fokusgruppensprecher freigab. Das Begleitforschungsprojekt DELFIN bedankt sich im Namen der Fokusgruppe für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und wünscht Prof. Dr. Daniel Beverungen alles Gute.