Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität: Umfrage zum Verbundprojekt „CO2-arme Stadt“


Die Einbindung von E-Mobilen in den häuslichen Stromkreislauf wird immer attraktiver. | Quelle: Hochschule Aalen

Die Einbindung von E-Mobilen in den häuslichen Stromkreislauf wird immer attraktiver. | Quelle: Hochschule Aalen

Die Hochschule Aalen und die Überlandzentrale Wörth/Isar-Altheim Netz AG (ÜZW) haben eine Befragung zum Thema „Laden von Elektroautos mit selbst erzeugtem Solarstrom“ durchgeführt. Die Ergebnisse sollen helfen, Angebote für die Elektromobilität zu verbessern.

Ist der Herd aus? Sind die Fenster geschlossen? Hast du das Auto ausgesteckt? Für Nutzer von E-Mobilen wird die Einbindung in den häuslichen Stromkreislauf immer attraktiver. Das zeigen die Ergebnisse einer Befragung zum Thema „Laden von Elektroautos mit selbst erzeugtem Solarstrom“. Durchgeführt wurde die Umfrage von der Hochschule Aalen und der Überlandzentrale Wörth/Isar-Altheim Netz AG (ÜZW). Prof. Dr. Anna Nagl, Leiterin des Forschungsprojektes, hat gemeinsam mit ihrem Team die schriftliche Kundenbefragung konzipiert und die Meinungen und Einstellungen der ÜZW-Kunden ausgewertet.

97 Prozent aller befragten ÜZW-Kunden können sich demnach vorstellen, ihr Elektroauto mit selbst erzeugtem Ökostrom zu laden. Diese Zahl kann künftig sogar noch höher ausfallen. „Aufgrund der in den vergangenen Jahren sinkenden Einspeisevergütung und steigender Strompreise wird es zunehmend rentabler, mit Photovoltaik erzeugten Strom nicht in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen, sondern für den Eigenverbrauch zu nutzen“, sagt Prof. Dr. Anna Nagl.

Eine weitere Erkenntnis der Umfrage betrifft die bevorzugte Ladezeit für Elektroautos. 80 Prozent laden ihr Auto tagsüber, während der Photovoltaik-Stromerzeugung. 88 Prozent laden es über Nacht. Damit das Elektroauto nachts jedoch mit selbst erzeugtem Photovoltaik-Strom geladen werden kann, ist ein Batteriespeicher erforderlich. Die größte Herausforderung bei der Anschaffung eines eigenen Batteriespeichers sind aus Sicht der befragten Haushalte derzeit noch die hohen Anschaffungskosten.

„Mithilfe der Erkenntnisse aus dieser Kundenumfrage wird die ÜZW ihre Leistungen um umweltfreundliche Angebote für die Elektromobilität erweitern“, erklärt ÜZW-Vorstand Michael Forstner. Um diese Angebote zusammen mit den Nutzern zu entwickeln, gibt es eine Open Innovation Plattform (https://hs-aalen.co-creator.de/). Hier können interessierte Kunden ihre Ideen und Meinungen zur Elektromobilität mit Mitarbeitern der ÜZW, Fachleuten und Menschen aus der Region online teilen und diskutieren.

Die ÜZW sieht sich durch die mit dem Forschungsprojekt gestarteten Aktivitäten gewappnet für die kommenden Herausforderungen des Mobilitäts- und Energiemarkts. Interessenten können den Stromspeicher und die Vernetzung des Stromspeichers mit der Ladestation in Verbindung mit dem E-Mobil bei der ÜZW in Altheim kostenlos vorführen lassen. Beratungstermine können über die Ansprechpartner der ÜZW (Telefon 08703 9255 1594) vereinbart werden. Weiterführende Informationen zum Projekt CO2-arme Stadt gibt es beim Kompetenzzentrum für innovative Geschäftsmodelle der Hochschule Aalen und unter www.co2-arme-stadt.de. Die Umfrage ist Teil des im Rahmen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Verbundprojekts „CO2-arme Stadt“.

Info: Um eigene Erfahrungen im Bereich der Batteriespeicher und Elektromobilität zu sammeln, kombiniert die ÜZW seit September 2016 ihre eigene Photovoltaik-Anlage mit einem Batteriespeicher, einer Ladestation und einem Energiemanagementsystem. Außerdem wird die ÜZW in Zusammenarbeit mit dem regionalen Handwerk zukünftig bei PV-Anlagen nicht nur die Inbetriebsetzung vornehmen, sondern auch Anlagen inklusive eines Stromspeichers zum Kauf anbieten. Damit ist ein Rund-Um-Paket für Erneuerbare Energien gesichert. „Wir können unseren Kunden nichts verkaufen, wovon wir nicht selbst überzeugt sind“, so ÜZW-Vorstand Forstner.

Quelle: https://www.hs-aalen.de/de/news/1412